Stadtwerk Tauberfranken und Deutsche Telekom nutzen Glasfasernetze gemeinsam
Kooperationsvertrag stärkt die Auslastung vorhandener Netze und erweitert die Anbieterwahl in Teilen von Bad Mergentheim und Külsheim
Das Stadtwerk Tauberfranken und die Deutsche Telekom bündeln ihre Kräfte beim Glasfaserausbau. Durch einen Kooperationsvertrag kann die Telekom künftig Teile des Glasfasernetzes des Stadtwerks in Bad Mergentheim und Külsheim nutzen. Dadurch erhalten Kundinnen und Kunden in den verfügbaren Gebieten künftig eine größere Wahlfreiheit bei der Auswahl ihres Telekommunikationsanbieters. Durch die Zusammenarbeit entstehen neue Möglichkeiten, vorhandene Netzinfrastrukturen besser auszulasten und Investitionen in den Glasfaserausbau nachhaltig zu nutzen. Im Rahmen der Vereinbarung erhält die Telekom die Möglichkeit, definierte Bereiche des Glasfasernetzes des Stadtwerks Tauberfranken zu nutzen.
Die Kooperation erfolgt schrittweise. Welche Anschlüsse künftig über die Telekom angeboten werden, hängt von technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen ab. Daher werden nicht automatisch alle bestehenden Glasfaseranschlüsse Bestandteil der Zusammenarbeit.
„Der Ausbau von Glasfasernetzen erfordert erhebliche Investitionen und ist eine wichtige Zukunftsaufgabe für unsere Region. Mit der Vereinbarung schaffen wir die Voraussetzungen, unsere bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen und die Wirtschaftlichkeit unserer Netze weiter zu stärken. Gleichzeitig können wir dort, wo die technischen Voraussetzungen gegeben sind, mehr Auswahl für Kundinnen und Kunden ermöglichen“, so Paul Gehrig, Geschäftsführer des Stadtwerks Tauberfranken.
„Die Kooperation schafft einen klaren technischen und vertraglichen Rahmen für die Nutzung unserer Glasfaserinfrastruktur. Entscheidend ist dabei, realistische Erwartungen zu schaffen: Nicht jeder Anschluss und nicht jede Adresse werden automatisch Bestandteil dieser Zusammenarbeit. Dort, wo die Voraussetzungen erfüllt sind, können wir jedoch vorhandene Netze besser auslasten und Synergien schaffen“, ergänzt Matthias Siegel, Leiter Telekommunikationsnetze beim Stadtwerk Tauberfranken.
Mehr Auswahl durch gemeinsame Netznutzung
Die Zusammenarbeit ist ein Beispiel dafür, wie bestehende Glasfasernetze durch Kooperationen effizient genutzt werden können. Während das Stadtwerk Tauberfranken als Netzbetreiber die Infrastruktur bereitstellt, kann die Telekom in definierten Bereichen eigene Telekommunikationsprodukte über diese Infrastruktur vermarkten.
„Kooperationen wie diese sind ein wichtiger Baustein für den erfolgreichen Glasfaserausbau in Deutschland. Statt parallele Infrastrukturen aufzubauen, nutzen wir bestehende Glasfasernetze dort, wo es sinnvoll und technisch möglich ist. So schaffen wir einen Mehrwert für Kundinnen und Kunden, und bringen die Digitalisierung in Bad Mergentheim und Külsheim gemeinsam voran,“ betont Christina Krabatsch, Leiterin Technik Niederlassung Heilbronn.
Für Kundinnen und Kunden bedeutet dies: Dort, wo die technischen Voraussetzungen vorliegen und die Telekom entsprechende Anschlüsse nutzt, kann künftig zwischen mehreren Anbietern gewählt werden. Gleichzeitig trägt die Kooperation dazu bei, die Auslastung der bereits geschaffenen Glasfaserinfrastruktur zu erhöhen und deren langfristigen wirtschaftlichen Betrieb zu unterstützen.
„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist ein wesentlicher Standortfaktor für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Unternehmen. Jede Kooperation, die dazu beiträgt, bestehende Netze effizienter zu nutzen und den Menschen zusätzliche Wahlmöglichkeiten zu eröffnen, ist ein Gewinn für die digitale Zukunft unserer Region“, lobt Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtwerks Udo Glatthaar die Kooperation.
Die Umsetzung der Kooperation erfolgt schrittweise. Über die Verfügbarkeit der Angebote informieren das Stadtwerk und die Telekom die Kundinnen und Kunden in den jeweiligen Ausbaugebieten rechtzeitig.
Die nun vereinbarte Kooperation zwischen dem Stadtwerk Tauberfranken und der Deutschen Telekom betrifft die Nutzung bereits vorhandener und verlegter Glasfaserinfrastruktur, um deren Auslastung zu erhöhen und Kundinnen und Kunden zusätzliche Anbieterwahlmöglichkeiten zu eröffnen. Der weitere Netzausbau wird im Rahmen des kreisweiten Förderverfahrens vorangetrieben. Für den weiteren Ausbau der Glasfaserinfrastruktur beteiligt sich die Stadt Bad Mergentheim am kreisweiten Förderverfahren des Main-Tauber-Kreises, das den geförderten Ausbau bislang unterversorgter Gebiete zum Ziel hat.
